Eine spontane Überraschung erwartete uns, die Klassen 3/4/5 und 5/6, am Montagmorgen. Da hieß es für uns singen üben das Korbtheater kommt zu uns!

Dieses Mal mit einer Geschichte, die Mut macht, auf sich selbst zu vertrauen.

Nach der ersten Pause liefen wir gemeinsam mit unseren Lehrerinnen los Richtung Turnhalle. Dort erwartete uns Herr Büttner mit seinem Korbtheater. Gespannt nahmen wir auf den Bänken Platz. Dann wurde es dunkel und der Vorhang ging auf. Das Stück hieß: Schorschie`s Traum. Herr Büttner fesselte uns mit seiner Geschichte über Schorschie, den Esel:

„Schorschie, der Esel, hat einen großen Traum: Er wünscht sich einen echten Freund. Einen, mit dem er spielen, lachen und Pferde stehlen kann. Einen, der auf ihn aufpasst, sich um ihn kümmert und ihn liebhat.

Eines Tages scheint sein Wunsch in Erfüllung zu gehen. Denn das Mädchen Franzi wünscht sich ein Haustier zum Geburtstag Eines mit Mähne und vier Beinen. Eines, das man streicheln und liebhaben kann. Schorschie ist sich sicher, dass er das perfekte Geschenk für Franzi ist und ist glücklich bis in die Ohrenspitzen.

Doch dann kommt alles anders. Statt Gejubel gibt‘s Gejammer, statt Freudengeschrei einen Wutausbruch. Franzi will Schorschie nicht haben. Weil er ein Esel ist, sie sich aber eigentlich ein Pferd gewünscht hat. Doch so schnell gibt Schorschie seinen Traum nicht auf. Er besucht eine Pferdeschule. Erlernt zu wiehern, zu springen, zu galoppieren. Er geht sogar zu Pferdeausstatterin Heidi Stumm, um sich Glanz in die Mähne und Schwung unter die Hufe bringen zu lassen.

Mit dem perfekten Pferd-Walk macht er sich auf zu Franzi. Auf dem Weg aber trifft er die Eselin Josie. Und plötzlich ist er tierisch verwirrt. Denn für Josie muss er sich nicht zum Hengst machen, damit sie ihn liebhat.

Angestrengt überlegt Schorschie, wieviel Pferd wirklich in ihm steckt …“ (Korbtheater)

Während des Stückes durften wir Schorschie immer wieder helfen. So durften wir mit ihm bei Heidi Stumm das perfekte Pferde-Outfit heraussuchen, donnernde Trommelwirbel veranstalten und ihm am Ende zu seinem Glück mit Josie verhelfen.

Im Anschluss an das Stück kam Ali Büttner hinter seinem Korb hervor und fragte uns, ob wir gerne wer anders wären. Da kamen ganz verschieden Ideen und Gedanken der Kinder: einer wollte gerne fliegen können, eine andere wäre gerne groß, der Nächste wäre gerne ein Bär der den ganzen Sommer essen kann und im Winter schlafen darf, dann gab es noch wen der gerne ein Otter wäre, und noch ganz viele andere Wünsche gab es.

Neugierig wie wir sind fragten wir Herrn Büttner noch wie es denn hinter den Kulissen aussieht – und nur für uns drehte er seine Bühne um und erklärte alles. So erfuhren wir wie Schorschie mit den Ohren wackelt, wie Sonne und Mond erscheinen und wie Herr Büttner die Sterne zum Funkeln bringt.

Voller schöner Erinnerungen ging es dann wieder Richtung Schule, wo wir noch ein bisschen Unterricht machten – aber immer mit dem Ohrwurm von Schorschies Lied im Kopf.